Ein sehr schönes und gepflegtes Zeichen des Glaubens ist die Kapelle am Hof der Familie Hermengilda & Martin Terschi vlg. Kirchbacher in
Laufnitzdorf 7, auf einer Seehöhe von 666 m mitten in der Natur umgeben von Blumen und Wald. Die erste urkundliche Nennung des Hofes erfolgte schon um 1500 in der KG Laufnitzdorf. Der Vulgonamen ist extrem aufschlussreich: „Kirch-“ bezug zur Kirche und „-bacher“ kleiner Bach unterhalb der Kapelle.
Es ist dies bereits die fünfte Kapelle allein im Ortsteil Laufnitzdorf, nach der Nepomuk-Kapelle, Felber-Kapelle, Pleschberger-Kapelle und Wieser-Kapelle.
Erbaut wurde diese Kapelle vermutlich zum Dank für den überstandenen Krieg oder zur Dankbarkeit für eine Rückkehr aus einem Weltkrieg. Die ursprünglich vorhandene Holzkapelle wurde von den Rindern beschädigt. So kam es zu einem massiven, gemauerten Bauwerk, das mit roten Tonziegeln gedeckt ist.
Herzstück ist die in der zentralen Mitte befindliche uralte Statue aus Lindenholz von der Heiligen Maria, der Himmelskönigin. Im Innenraum befindet sich ein hölzerner Altartisch, der mit Blumen und Kerzen geschmückt ist. Außerdem sind dort noch ein Kniebetstuhl aus Holz, eine weitere große Marienstatue am Boden sowie zahlreiche Heiligenbilder (von Jesus, Maria, Johannes dem Täufer, Peter und Paul) vorhanden. An den Seitenwänden ist jeweils ein wunderschönes spitzes Bleiglasfenster aus dem Jahr 1906 untergebracht. An der Decke ist das ewige Licht befestigt, das sogar elektrisch betrieben wird. Im Dachgebälk hängt eine Glocke. Man glaubt in der christlichen Tradition, dass eine Glocke die Verbindung zwischen Gott und dem Menschen ist. Der Eingang ist mit einer versperrbaren Holztüre abgeschlossen.
Früher war diese Kapelle der Ausgangspunkt für die Feldersegnungen der Bauern auf dem Laufnitzberg.
Vor einigen Jahren erfolgte eine Erneuerung der Kapelle durch eine Trockenlegung des Fundamentes mit einer Rollierung und einem neuen Anstrich. Diese Kapelle ist ein ruhiger Ort zum Innehalten. Die Pflege und Renovierung durch die Familie Terschi ist ein schönes Zeichen für die Wertschätzung der Tradition und Kultur.
Unmittelbar neben dieser Hofkapelle steht das Heimathaus der langjährigen Pfarrmitarbeiterin Maria Terschi, besser bekannt unter den Namen „Blumenmitzi“. Sie war durch ihren unermüdlichen Einsatz als Blumenschmückerin, Mesnerin, Caritassammlerin, Vorbeterin, u.v.m. für die Pfarre tätig. Ihr Leben war erfüllt mit Freud und Leid, mit Arbeit und Gebet.